Die Amerikaner haben es uns ja vorgemacht. Unzählige Eigenheime wurden auf Kredit finanziert. Als die Immobilienpreise dann gestiegen sind, bedeutete das gleichzeitig eine Steigerung des Vermögens der Kreditnehmer, denn ihr Haus war ja jetzt mehr wert.
Schließlich sind die Immobilienpreise wieder gefallen und viele Amerikaner waren hoffnungslos überschuldet. Jene, die ein bisschen Geld gespart hatten, konnten davon profitieren, denn ein Eigenheim zu erwerben war günstiger als je zuvor.
Kommt es bei uns genauso? Schwierig zu sagen, vermutlich können sich da Experten nicht mal einig sein. Jedenfalls finden sich in der Ediktsdatei der Justiz durchaus einige ansehnliche Objekte, die zur Versteigerung stehen. Zum Zeitpunk als dieser Artikel geschrieben wurde, waren immerhin 16 Einfamilienhäuser alleine in Oberösterreich ausgeschrieben. Wer zehn Prozent des Schätzwertes flüssig hat, um das Vadium einzubringen, kann sich an so einer Versteigerung beteiligen. Ein ausführliches Gutachten liegt übrigens bei jedem Objekt zum Download bereit.
Man muss ja nicht unbedingt selber bauen. Und wenn man sich ein Eigenheim kaufen möchte, bietet so eine Versteigerung (bis auf den unangenehmen Beigeschmack – könnte ja auch eine Zwangsversteigerung sein) durchaus eine gute Möglichkeit. Hier ließe sich unter Umständen ein schönes Schnäppchen machen.





